United World Games Klagenfurt 21.-24.06.2018

  


SV Tresenwald nimmt erneut an den United World Games in Klagenfurt teil

 

Auch 2018 nimmt die Hockeyabteilung des SV Tresenwald Machern wieder an den United World Games in Klagenfurt teil. Ca. 34 Kinder, begleitet von den Trainern Daniel Bortmann, Marco Sroka, Aline Friebertshäuser und Henry Knop, werden vom 21.-24.06.2018 unseren Verein bei diesem Großsportereignis mit über 10.000 Jugendlichen aus ca. 50 Nationen weltweit vertreten.

 

Hier ein paar organisatorische Hinweise dazu:

  • Abfahrt Donnerstag, den 21.06.2018 6:00 Uhr ab Sportpark Tresenwald, Ankunft am 24.06.2018 ca. 24:00 Uhr am Sportpark Tresenwald
  • Fahrt im modernen Reisebus
  • Unkostenbeitrag pro Teilnehmer 256,00 EUR
  • darin enthalten sind Teilnahmegebühr, Vollverpflegung, Übernachtung, Shuttletransport zu den einzelnen Spielstätten in Klagenfurt, Eintritt ins Strandbad am Wörthersee, Rahmenprogramm
  • übernachtet wird in Mannschaftszelten auf Feldbetten in der "Players Town" direkt im Klagenfurter Olympiastadion
  • mitzubringen sind: Schlafsack, Kissen, Sportsachen, Hockeyschläger, Waschzeug, witterungsentsprechende Kleidung, Reisepass, Krankenkassenkarte, "Deutschland-Utensilien" (Schminke, Fahnen, T-Shirts u.ä. für die Eröffnungsfeier)

 

Weitere Infos zu den UWG findet man hier.... oder weiter unten auf dieser Seite Impressionen von den UWG 2017

 

Bei weiteren Fragen bitte an Henry Knop, 0163-5438110 bzw. mail@hockey-tresenwald.de wenden.


1. Tag (von Jonas und Jannik):

  

Am 21. Juni 2018 erfolgte die Ankunft des SV Tresenwalds im Sportpark Klagenfurt. Dazu mussten allerdings erst 11 Stunden Fahrt und unzählige Pausen überstanden werden. Am Ende waren alle 43 Teilnehmer glücklich, dass sie es geschafft hatten und durften sich, nach dem Einräumen der Zelte, mit kostenlosen Essen und Trinken belohnen. Als der Sportverein allerdings am Abend Hockey spielen wollte, da Fußball zu gucken natürlich zu langweilig war, fing es leider an zu Gewittern. Trotz des Versuches zu bleiben, musste man am Ende den Platz verlassen. Schlimm war dies allerdings nicht, da man noch das berühmt berüchtigte Spiel "Werwolf" gespielt hatte.

Damit war der anstrengende Tag beendet und alle waren froh nach 16 Stunden endlich in den Feldbetten zu liegen.

Wir freuen uns auf den morgigen Tag.


 

2. Tag (von Antonia):

 

Liebes Tagebuch,

 

gestern haben dich ja Jannik und Jonas über die Geschehnisse auf dem Weg nach Klagenfurt zu den UWG informiert. Aber heute bin ich dran. Genau wie letztes Jahr am Freitag, der Tag nach der Anreise und 2 Tage vor der Abreise. Ich hoffe, du erinnerst dich noch an meinen Eintrag vom letzten Jahr. Ich glaube, er handelte von freundlichen Österreichern.

 

Nun genug Einführungs-Langeweile-Gedöns – fangen wir mit dem wirklich wichtigen an.

 

Heute früh bin ich früh aufgewacht ... Wortspiel ... badum ts ts.

 

Nein, aber Johanna und ich hatten uns natürlich wieder dazu entschlossen, draußen zu schlafen, genau wie letztes Jahr, nur diesmal ohne Sophie und mit eigentlich genug Platz im Zelt.

 

Gut, logischerweise sind wir aufgrund der herrschenden Lautstärke draußen aufgewacht. Unsere Zelte sind dieses Jahr nicht nebeneinander und wir Mädels pennen mit unserem Coach Harry (Natalie?) etwas abseits von den anderen ... zum Glück ... Ruhe vor unserem „geliebten“ Trainer.

 

Zum Frühstück gab es wieder so eine Art Paket mit Brötchen und Himbeermilch (sehr lecker) und einen Mini-Fritt-Kaubonbon. Das Tolle war die Wurst auf dem Brötchen, ich glaube es war so Jagdwurst, es waren einfach fünf Scheiben. Stell dir mal vor du würdest ständig 5 Scheiben auf dein Brötchen machen – du wärst nach einem Monat arm. Aber zum Glück ernährst du dich, liebes Tagebuch, nicht von Brötchen und Wurst, sondern von Einträgen. (Anmerkung Henry Knop: Keine Angst -es gab außerdem noch Äpfel, Bananen, Cornflakes, Müsli, Pfannkuchen ;-) )

 

Kurz nach dem Frühstück haben wir unsere U10-Mixed – Mannschaft angefeuert, die sich nach einer ruhigen 1. Halbzeit mit 2:0 gegen Österreich durchgesetzt hat.

 

Nun war es an uns, unser Zeug für unser Spiel zu packen und naja – uns zu langweilen. Also – was tut man gegen Langeweile – genau, ESSEN. Nein, Spaß, das natürlich auch, aber auch Knack oder Mau-Mau spielen und natürlich habe ich immer gewonnen – wer denn auch sonst!?

 

Am Feld neben der Arena wartete München auf uns und dieses Jahr die Münchener Mädels gegen die Tresenwald/HCLG-Mädels. Ja, du hast richtig gehört, keine nervigen Jungs wie vergangenes Jahr, die sich benehmen wie „Kindergarten Kleine Gruppe“ (häufig genutzter Ausspruch von unserer Bio-Lehrerin).

 

Ich fand die Münchener Mädchen echt freundlich und wir haben von ihnen Chips und eine Kapitänsbinde bekommen – Chips, wie geil, oder...?! Chips sind so ziemlich das Beste zwischen all den Süßigkeiten - außer Lakritze, Lakritze ist eklig.

 

Ja, das Spiel ... sagen wir es mal so: Wir haben nicht so hoch verloren wie letztes Jahr, nur 0:1 und ja – wir hätten auch gewinnen können, aber uns fehlen einfach vorn die nötigen Stürmer und unser Trainer schafft es nicht, uns gescheit umzustellen damit vorn mal was passiert. Aber ich kann dir sagen, die Karin, richtig geile Schläge einfach aufs Tor drauf gezimmert, sah mega aus; ein Beispiel: Richtig geiler hoher Schlag (ich fand den geil) und ich denke so: „ Ich will das auch können...“. Jedenfalls war es anstrengend, aber das ist klar und Fine ist umgeknickt ... das war wirklich nicht so gut.

 

Nach dem Spiel sind wir schnell was essen gegangen, da unser geliebter Shuttle-Bus, der uns ins Fischl bringen durfte, in es war, glaube ich, einer dreiviertel Stunden fahren würde. Ich habe mir einfach wieder einen Burger gegönnt mit Pommes und mega viele andere hatten - ich glaube es waren chinesische/asiatische – Nudeln bestellt. Jedenfalls hat es denen überhaupt nicht geschmeckt, die waren innen nur mega glitschig und schleimig, aber für Fine und noch ein – zwei war es nicht so schlimm.

 

Gut, dann ging es mit dem Bus ins Fischl, wo die Jungs direkt nach unserer Ankunft ein Tor schossen. An wem das wohl lag? Ja, sie hatten es relativ leicht gegen die Österreicher und gewannen 7:0 – sehr spektakulär vom Betrag im Vergleich zu uns.

 

In der Zwischenzeit (während unsere Jungs spielten) bereiteten wir uns auf unser Spiel gegen die Heidelbergerinnen vor, mit einer von ihnen hatten wir am Abend zuvor bereits etwas gespielt.

 

Nun ja, unsere Schiedsrichter, ... ich bezeichne sie mal als seltsam ..., aber naja, gut..

 

Die Heidelbergerinnen haben uns die ganze Zeit mit erhobenem Ellenbogen von dem Ball weggedrängt und ganz ehrlich ... ich hab keine Ahnung warum, aber eine Vermutung ist, dass sie dachten, dass das eine sich jederzeit entzündende Bombe ist und sie uns deshalb nur vor ihnen schützen wollten. Nette Mädels, oder?

 

Letztendlich verloren wir 0:2 , aber das war, weil die Ballbombe immer in unserem Schusskreis hochgegangen ist . das war echt mies. Ach, und von den Heidelbergerinnen haben wir natürlich keine Chips bekommen ...  wäre wahrscheinlich zu viel verlangt gewesen. . sondern nur einen einfachen Wimpel.

 

Im Spiel ist Fine ihr Fuß zum Verhängnis geworden, so dass sie kurz raus musste. Und schließlich hat sie einen Schläger extrem hart gegen das Handgelenk bekommen – keine schöne Sache – also legen wir hier eine Schweigezeile für sie ein...

 

 

 

Die Jungs waren natürlich noch da ... kein Wunder, dass wir verloren haben ... bei der Motivation bzw. Unterstützung.

 

Jedenfalls sind wir gegen halb 5 wieder zurück gefahren und sind alle (glaube ich) duschen gegangen. Johanna, Karin, Natalie und ich sind einfach in eine Spielerkabine wo Sachen drin waren, haben dort abgeschlossen und sind in der dazugehörigen Dusche duschen gewesen. Ja, ich glaube, es hat ein-/zweimal geklopft, nachdem die Tür nicht aufging. Letztendlich haben wir aber ohne Besucher überstanden.

 

Das Essen danach war lecker. Pizza – also kann man dazu nicht viel mehr sagen, dann saßen wir dort noch ganz entspannt und haben gequatscht und gewartet, bis die Eröffnungsveranstaltung losging.

 

Für die Veranstaltung waren wir diesmal leider nicht dafür ausgelost, mit einzumarschieren, aber 8 Spieler von uns durften unseren Sport per Aufruf im Stadion kurz vorstellen, also im Prinzip über eine Bühne mit Schlägern und Ball laufen.

 

Also haben wir uns auf die Tribüne gesetzt. Es war relativ interessant. Einige hatten so längliche aufblasbare Dinger zum Anfeuern mit ... mit denen haben wir uns gegenseitig geschlagen und hatten Spaß dabei. Als die Tänzerinnen im Stadion getanzt haben und die verschiedenen Länder eingelaufen sind, hat Marcus mir gebeichtet, dass er von denen schon zwei Freundinnen hat. Beide waren blond ... also dumm (Karin ist in dem Moment bitte als schwarzhaarig anzusehen...) und Marcus hat mir außerdem gebeichtet, dass ihm das Hinternschwingen der Mädels sehr gefallen hat.

 

Kurz vor dem Ende haben wir noch jemanden geehrt, der in diesem Jahr gestorben ist, er war offensichtlich an der Organisation der UWG immer beteiligt. Das Stadion wurde dafür abgedunkelt und alle haben ihre Handytaschenlampen angemacht – das war mega bewegend. Kurz danach war noch das voll schöne Feuerwerk.

 

Dann habe ich mir mein Blatt geschnappt und hab angefangen mit Schreiben, jaaa.... Jetzt will Marcus unbedingt wissen, was ich über ihn geschrieben habe ... aber ich sag es ihm nicht.

 

  

Also, alles Liebe von mir.   Bye, bye, deine Toni.  


3. Tag (von Lena und Fine):

 

Liebes Tagebuch,
der Tag heute ging sehr früh los, da wir (weibliche U16) schon 8:00 Uhr unser erstes Spiel gegen den Mariendorfer HC hatten. Wir haben das Frühstück aufgeschoben und trafen uns 7:30 Uhr am Hockeyplatz im Players town. Unsere männliche U16 blieb aber auch nicht verschont. Sie nahmen ihr Frühstück mit auf den Weg zum Fischl, da sie den Bus 8:00 Uhr nehmen mussten, damit sie pünktlich zu ihrem Spiel gegen 2020 Austria um 9:30 Uhr kommen. Beide Mannschaften waren mehr oder weniger erfolgreich und haben Punkte geholt. Wir Mädels sind mit einem 1:1 in den Tag gestartet, zufrieden waren wir trotzdem nicht vollständig, da das gegnerische Tor etwas unglücklich gefallen ist und auch eine gewisse Überlegenheit von uns erkennbar war. Trotz alldem waren wir stolz auf unseren ersten Punkt, der uns durch ein schönes Tor von Johanna vorgelegt und Toni rein gestochen gesichert wurde. Bei den Jungs im Fischl konnten mehr Tore bejubelt werden. Das klare 5:0 wurde durch Tore von Richard Z. (2), Lennart+Richard M., Marek und Leonard ermöglicht. Doch auch die Jungs waren trotz des deutlichen Ergebnisses mit ihrer Leistung unzufrieden. Zwar waren die ersten 5min sehr stark aber dann haben sie nachgelassen.
Auch die kleinen standen nicht zu spät auf, weil sie die großen Mädels kräftig anfeuerten. 11:10 Uhr starteten sie dann in ihren 2. Spieltag. Gegen Cus Torino gewannen sie 3:1. Die Tore schossen Mandy und Johanna(2). Während wir Mittag gegessen haben, kundschafteten ein paar wenigen von den großen Jungs gemeinsam mit ihren Trainern, ihren Gegner aus, um die beste Taktik zu entwickeln.
Nach dem Mittagessen musste das u16 Mädchen Team zum Fischl fahren, um die letzten beiden Spiele für heute zu bestreiten. Während sich diese dann auf ihr Spiel um 14:20 Uhr vorbereiteten, waren unsere kleinen auch schon mit ihrem zweiten und letzten Spiel für den heutigen Tag an der Reihe. 13:50 Uhr spielten sie gegen Dinamo, souverän gewannen sie dieses Spiel mit einem 8:2. Die vielen Tore wurden von Johanna (4), Nele (2) und Mandy (2) erzielt. Währenddessen begann 14:20 Uhr das Spiel der Mädels gegen Tornado (Ukraine). Durch ein paar Tipps der Münchener und Erfahrungen vom letzten Jahr, wussten wir, dass wir ein sehr körperbetontes Spiel vor uns hatten. Dies hat sich dann auch in die Realität umgesetzt. Unter anderem hat Toni ihre alte Bekanntschaft wieder getroffen, die ihr auch gleich ein paar Schläge auf Schienbein und Knie verpasst hat (sie dachte vllt es wäre ein schönes Andenken). Das wichtigste ist aber, dass wir das Spiel am Ende 2:0 gewonnen haben, dabei waren eine schöne Flanke in den Kreis und Henriette die richtig am langen Pfosten stand und dann noch eine Ecke die von Lena verwandelt wurde (Torwart geschürzt). Auch wenn das Spiel ziemlich hart war haben sich danach doch noch alle vertragen und die Hand gegeben. Trotz einigen blauen Flecken und demolierten Knien freuten wir uns sehr über unseren ersten Sieg. Danach hatten wir Mädels etwas Zeit um uns auszuruhen konnten aber gleich im Fischl bleiben, da wir um 16:50 Uhr unser nächstes Spiel hatten, in welchem wir gegen Indien antreten mussten. Indien hatte aber wegen einiger Anreise Schwierigkeiten nicht genug Spielerinnen, darum halfen vier  Heidelbergerinnen aus. Am Ende stand es dann durch einen Nachschuss nach einer von Karin und zwei Eckentore von Lena 3:0. So schlossen die U16 Mädels ihren zweiten Spieltag mit 7 erzielten Punkten und einem Lächeln im Gesicht ab. Jedoch war der Tag noch nicht vorbei, nach dem Spiel der Mädels ging es für sie gleich zum Bus, um so schnell wie möglich wieder zurück zum Players Town zu kommen. Dort standen nämlich unsere Jungs im Halbfinale und hatten natürlich das Ziel ins Finale einzuziehen; um das zu erreichen mussten sie aber erstmal gegen Oberösterreich gewinnen. Es war ein sehr spannendes Halbfinale, beide Mannschaften waren auf einer Augenhöhe. Viele schön und gut gespielte Aktionen auf beiden Seiten. Trotz, dass der Rest des SV Tresenwald die Jungs lautstark  anfeuerte stand es zum Halbzeitpfiff immer noch 0:0. Die zweite Halbzeit ging genau so stark weiter, wie die erst aufgehört hat. Jedoch gab es wieder keinen Torjubel. Zum Ende der regulären Spielzeit stand es dann also immer noch 0:0. Das heißt, nun muss das Spiel, da es ein KO-Spiel ist mit einem Shootout entschieden werden (1vs1 gegen den Torwart). Man hat deutlich gesehen, dass die Anspannung nochmal deutlich angestiegen ist. Von jeder Mannschaft mussten fünf Schützen antreten, immer abwechselnd. Unsere Jungs mussten vorlegen und schickten Paul als  ersten Schützen. Er ließ sich die Nervosität nicht anmerken und schoss souverän das 1:0, Zitat Paul: "Easy am Fuß vorbei gelegt!". Nun waren die Österreicher dran, auch diese verwandelten trotz starker Leistung von Jonas im Tor. In den nächsten zwei Durchgängen traf keiner der vier Schützen; auf Seiten von Tresenwald waren es Markus und Jannik, die es aber trotzdem sehr stark gemacht haben. Leider konnte auch Lennard nicht verwandeln, das nutze der nächste Schütze von Österreich gleich aus und traf zum 1:2. Das hieß also für Richard, unseren letzten Schützen, er muss treffen. Wahrscheinlich war es dieser starke Druck der leider dazu führte, dass er es trotz Bemühungen nicht schaffte den Ausgleich zu erzielen. So verpassten unsere Jungs nach einem sehr starken Spiel leider den Einzug in das Finale. Wir wissen alle wie schwer es ist nach so viel Kampf nicht belohnt zu werden, dem entsprechend emotional waren auch die Momente nach dem Spiel, alle waren ziemlich niedergeschlagen aber versammelten sich trotzdem nochmal zu einem Kreis, in dem Jannik versuchte sein Team irgendwie wieder ein bisschen aufzubauen und allen (auch sich selbst) ans Herz zu legen, den Kopf nicht hängen zu lassen und den Blick nach vorne zu richten, und zwar auf das Spiel am Sonntag um den 3. Platz gegen Niederösterreich. Ich denke ich kann im Namen aller Zuschauer des Spiels sprechen, wenn ich mich an dieser Stelle nochmal für das Spiel auf so einem hohen Niveau bedanke. Stark gekämpft Jungs!
Nach dem Abendessen ließ dann jeder den Abend anders ausklingen. Manche waren auf der Player Party, haben das Spiel der deutschen Fußball Nationalmannschaft gegen Schweden auf dem Bildschirm im Stadion verfolg oder auch einfach nur entspannt und ein bissel gequatscht. Aber eine wichtige Information gab es noch: Die U16 Mädels sind im Finale und müssen am Sonntag erneut gegen München spielen. So endete der letzte Abend bei den UWG 2018. 

 

Lena und Fine 


4. Tag (von Coach Harry (Natalie) und Paul):

 

Liebes Tagebuch, dies ist der schlimmste Anfang, den man schreiben kann, aber wir benutzen ihn trotzdem. Nach dem langen und emotionalen gestrigen Tag, standen heute die Finals an. Den Anfang machte die U10 Mixmannschaft mit ihrem letzten Spiel gegen den Münchner SC. Johanna legte schon nach ein paar Minuten mit zwei 7-Metertoren vor. Nach zwei Schüssen ins Dreiangel von Mandy, einem Tor von Nele und zwei weiteren von Johanna konnte das Spiel mit 7 Toren für Tresenwald geklärt werden. Vor allem Erik, der sonst eigentlich im Tor zu finden ist, zeigte tolle Angriffsspielzüge und konnte einige Tore vorbereiten. Auch die Schiedsrichter waren den Tresenwaldern sehr positiv gestimmt und entschieden viele Situationen für uns. Den Gegnern gelang es zwischendurch den Abstand mit einem geschickten Penaltytor zu verringern.

Nach dem grandiosen 7:1 Sieg der U10 Kinder, lag es nun an uns (U16 Jungs), sich den 3. Platz zu sichern. Dazu fuhren wir erneut mit dem Bus zum Fischl, wo wir bisher jedes Spiel für uns entscheiden konnten. Das sollte uns ein gutes Omen sein. 

 

Unseren Gegner begrüßten wir dabei nicht zum ersten Mal, wir hatten bereits am Freitag ein Spiel gegeneinander bestritten. Dieses konnten wir zwar mit einem klaren 7:0 besiegeln, jedoch wussten wir, dass wir das Spiel noch nicht sicher in der Tasche hatten. Der HC Niederösterreich war natürlich genauso heiß auf den dritten Platz und wollte mit Sicherheit alles geben. Hinzu kommt, dass sowohl wir als Mannschaft, als auch die beiden Trainer Julian und Natalie noch mehr Potential in den Spielen gesehen hatten und wir nun zum Abschluss einen Sieg hinlegen wollten, bei dem wir auch mit der spielerischen Leistung vollends zufrieden sein konnten. 

Nach der üblichen Erwärmung, geleitet durch Jannik und Jonas, wurden wir noch ein letztes Mal von den Coaches gebrieft. Wir wollten das Spiel sicher und defensiv starten, um dann zu entscheiden, wie offensiv wir das Spiel angehen konnten. An der Aufstellung hatte sich in den 3 Tagen nur sehr wenig geändert, die Jungs wissen genau wo ihre Stärken und Schwächen liegen und welche Positionen sie mit Bravour ausführen können. Nach der Begrüßung kamen Spieler und Trainer ein letztes Mal als Motivationskreis zusammen und stärkten sich gegenseitig den Rücken.

Die Pässe und Laufwege mit Ball funktionierten sehr gut, die Gegner kamen nicht oft weiter als zur Mittellinie. Einige Laufbälle wurden vom Mittelfeld und Sturm leider anfangs noch nicht abgeholt, weshalb wir auch nicht wirklich zum Abschluss kamen. 

Erst nach 10 Minuten konnten wir eine Ecke herausholen, die Richard Mende zum 1:0 verwandelte. Kurz danach konnte Namensvetter Richard Zinecker mit einem Feldtor nachlegen. Alle gegnerischen Konter und Angriffe konnten von Jannik, Marek und mir (Paul) vorm Schusskreis geklärt werden und mithilfe sauberer Pässe über Marcus verteilt werden. Dieser brachte sehr schöne Laufbälle über die Außenbahnen auf Lennart und Richard, die wir dann wieder zum Spielaufbau nutzen konnten. Nach einigen schönen Aktionen, die aber leider unverwandelt blieben, pfiff der Schiedsrichter die erste Halbzeit ab.  

Erneut erinnerten wir uns gegenseitig daran, nicht jeden Ball nach vorne schlagen zu müssen und dem Ball nicht immer nach zu rennen. Wir waren uns alle einig, die Gegner ab sofort mehr zu hinterlaufen und klare Quer- und Doppelpässe zu spielen.

In der zweiten Halbzeit konnten wir dies ziemlich gut umsetzen, kamen jedoch leider durch einen sehr starken Verteidiger in der gegnerischen Mannschaft kaum zum Torschuss. Nach 15 Minuten konnten Jannik und Richard M. durch eine clever erzielte Ecke den Vorsprung auf 3:0 erhöhen. Auch Nick, in dieser Mannschaftskonstellation noch ein Neuling, brachte viele gute Pässe zu seinen Mitspielern.  Wenige Minuten später gelang es Marcus mithilfe einer eher außergewöhnlichen Eckenvariante einen scharfen Schuss Richtung Tor zu bringen, welchen ich (Paul) per Stecher ins Tor verfrachtete.  Auch Fynn und Leonard steigerten ihr Deckungs- und Laufverhalten deutlich im Gegensatz zum gestrigen Spiel und stärkten unser Mittelfeld mit klugen Aktionen.

Unser Goalkeeper Jonas blieb im ganzen Spiel von spielerischen Aktionen vollends verschont, leitete seine Mannschaft durch Zurufe und Orientierungen aber geschickt an und blieb dadurch (und durch die gleißende Mittagshitze) stets aufgewärmt. Nach dem emotionalen und spannenden Shootout im gestrigen Spiel hatte er sich das aber auch verdient.

Das Spiel konnten wir also mit einem schönen 4:0 für uns entscheiden und haben uns somit den mehr als verdienten dritten Platz gesichert.

 Ich, Natalie, nach diesen Tagen wohl eher als Coach Harry bekannt, muss als Trainerin (zusammen mit Juli) und Co-Schreiber dieses Eintrages, hier nochmal meine größten Dank an die Jungs aussprechen. Julian und ich durften hier ein wundervolles Abenteuer in Klagenfurt erleben und ganz viele neue Erfahrungen und Erlebnisse sammeln. Wir hatten die Chance dazu, mit euch ein Wochenende als Freunde zu verbringen, während uns das Umschalten in ein Trainer-Spieler Verhältnis stets gelang. Wir konnten uns alle auf einer ganz anderen Ebene kennenlernen und hoffen, dass ihr eine mindestens genauso tolle Zeit hattet. Ihr seid spitze!

Nach dem Spiel rannten wir nach einer rekordverdächtigen Ausziehaktion (es wurde lediglich die Torwartausrüstung entfernt, keine Sorge! :D) direkt zum Bus, um unsere Mädels zu unterstützen. Dabei mussten wir die Kontaktversuche der Österreicher leider abwimmeln, was uns im Nachhinein sehr leid tut, sorry dafür!

Pünktlich zum Anpfiff sind wir am Stadion angekommen. Die Mädels starteten stark in das Spiel und zeigten eine deutliche Steigerung zum letzten Spiel. Leider konnte die SG München-Linz ihre erste Konteraktion nutzen und das 0:1 erzielen. Beim zweiten Gegentor zeigte Fine, die mittlerweile bei den HCLG Damen als Torwart im Einsatz ist (dieses Wochenende aber wieder auf dem Feld ihre Stärken zeigte), unglaubliches Engagement und rutsche seitlich an der Torlinie entlang, um den Ball noch von der Linie zu fischen. Leider nützte all der Einsatz nichts und die Münchner erreichten das 0:2. Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Gegner eine deutlich höhere Chancenverwertung und sicherten sich den ersten Platz mit einem 3:0. 

Wir wissen ja selber, wie schwer eine Niederlage zu verkraften ist, gerade wenn es um so wichtige Platzierungen geht und konnten die nachfolgende Enttäuschung leider sehr gut verstehen.  Aber Kopf hoch, denn die Tresenwalder Mädels zeigten starke kämpferische Leistungen und haben sich den 2. Platz definitiv verdient. Dazu unsere herzlichsten Glückwünsche!

Das Event endete mit einer kurzen, aber emotionalen Siegerehrung und natürlich dem (wie immer sehr ätzendem) Aufräumen und Zusammenpacken. Nachdem alles im Bus verstaut war, schlossen sich die Türen und somit auch unsere diesjährige Klagenfurt-Erfahrung und das, wie man so schön sagt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. 

Mit großer Vorfreude blicken wir auf das nächste Jahr und wollen uns nochmal bei allen Spielern, Trainern und sonstigen Unterstützern für die wahnsinnige Zeit bedanken. Wir sind so ein unglaublich toller Verein, der sich fast wie eine zweite Familie anfühlt. So, jetzt nervt Jonas schon lange genug, dass wir endlich fertig werden sollen, damit wir in die abschließende Busfahrt-Party starten können.)

Danke für Alles!

Paul & Natalie